Wie klappt ein Zusammenleben problemlos? 
 
Hunde bedeuten viel für Erwachsene und Kinder.
Das Zusammenleben mit einem Hund wird von Ärzten,
Pädagogen und Psychologen als sehr vorteilhaft für die
Entwicklung eines Kindes angesehen.
Sie gehören zu den entscheidenden Faktoren elterlicher und
kindlicher Lebensqualität.    
 
Ein harmonisches Kind-Hund-Zusammenleben
lässt sich mit einiger Geduld, Fachwissen und Einfühlungsvermögen
durchaus ermöglichen, wenn alle Beteiligten lernen,
ein funktionierendes Rudel zu sein.
Von großem Vorteil ist es:
Niemals einen Spontankauf tätigen. Auch wenn die Kinder betteln...
Wenn der Hundekauf ansteht, immer von einem Züchter kaufen,  
der eigene Kinder hat oder überprüfbar seine Welpen auf Kinder geprägt hat.
Unbedingt auf gute Prägung und Sozialisierung des Welpen bzw. Hundes achten.
Baby oder Kleinkind nie alleine mit dem Hund lassen, auch nicht beim Spielen.
Tabuzonen schaffen: ein Hund hat weder im Kinderwagen noch im Kinderbett
etwas zu suchen. Kinderspielzeug, der Schnuller oder Kleidung werden
grundsätzlich für den Vierbeiner zum Tabu erklärt.
Lassen Sie es nie zu, dass der Hund dem Kleinkind einen
Bissen aus der Hand oder gar vom Mund raubt.
Jedes unerwünschte - vor allem drohende - Verhalten eines Welpen
oder älteren Hundes dem Kind gegenüber ist sofort zu unterbinden.
Hierbei niemals Kompromisse eingehen!
Der Schlaf- und Ruheplatz des Hundes sollte stets außerhalb
des Spielbereiches sein, möglichst in einem anderen Raum
damit sich der Vierbeiner dem Lärm und möglicherweise allzu
stürmischen Liebesbezeugungen eines Kindes entziehen kann.
Verhindern Sie, dass ein Kind sich am Futternapf des Hundes
zu schaffen macht. Dieser ist für das Kind stets tabu!
Einen geliebten Hund nie als Druckmittel zur Kindererziehung
benutzen. (Zum Beispiel: "Wenn du nicht brav bist, muß der Hund weg!")
Spielt ein Kind mit dem Hund heißt dies: Hunde sind tolle Spielgefährten,
aber nie ein Spielzeug. Immer erklären, daß ein Hund auf zugefügte
Schmerzen reagieren wird und Drohungen wie Knurren,
Zähne zeigen oder Fellsträuben stets ernst zu nehmen sind.
Grobheiten oder Necken sind von Jung und Alt zu unterlassen.
Ein Hund vergisst kaum etwas. Ist er erst "verdorben",
kostet es einige Therapie und Mühe, die negative Prägung wieder aufzulösen.
Es empfiehlt sich, ein besonderes Augenmerk darauf zu richten,
daß das Kind den Hund nicht zu seinem "Futterverwerter" macht.
Manche Hundebesitzer haben viel Freude, wenn sie mit Ihrem Freund
gemeinsam arbeiten, Hundesport (z.B. Agility)
oder andere Spiele betreiben können.
Sie sollen aber nie am Hund herumerziehen!
Kommen Freunde der Kinder ins Haus, heißt es aufzupassen,
denn fremde Kinder kennen Ihren Hund nicht.
Man lässt die Kinder und den Hund nicht unbeaufsichtigt.
Da Hunde Lärm hassen, sollte man immer dann,
wenn es laut zugeht (Kindergeburtstag),
besser mit seinem Vierbeiner spazieren gehen.
Wichtig ist es, daß der Hund in der "Rangordnung" immer unter dem Kind steht.
So hat er das Sofa zu räumen, wenn das Kind darauf sitzen will.
Beim Spiel sollte der Hund nie über dem Kind zu stehen
kommen oder es als Beute schütteln dürfen.
Zerrspiele zwischen Hund und Kind verhindern!
Noch ein Tipp zur Hygiene:
Kinder sollten den Hund nicht "abküssen"
oder sich im Gesicht lecken lassen; das Essen wird nicht mit dem Hund
geteilt und nach dem Umgang mit dem Hund möglichst Hände waschen.
 
 Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen!